Das Musikkonzept der HBS-Rodgau

Die Heinrich-Böll-Schule bietet seit 2012 in den Klassen 5 und 6 keinen gewöhnlichen Musikunterricht mehr an.

 

Die Inhalte des regulären Musikunterrichts werden vielmehr praktisch am Instrument unterrichtet.

Alle 5. und 6. Klassen lernen an unserer Schule ein Musikinstrument. Die Schüler dürfen sich zwischen einem Blasinstrument, einem Streichinstrument, der Gitarre und der Percussiongruppe entscheiden. Die Kinder sind durch das aktive Musizieren viel motivierter im Musikunterricht.  Sie lernen die Sprache der Musik so besser zu verstehen und können die Notenschrift aktiv in Klänge umsetzen. Allerdings kommen die anderen Aspekte der Musik auch nicht zu kurz. Die Musiktheorie bleibt daher nicht trocken und langweilig und die Kinder mit Vorbildung langweilen sich nicht, da alle ein neues Instrument erlernen. Nur durch das aktive Anwenden der Notenschrift und der Musiktheorie ist es später auch möglich, Opern, Konzerte, Popsongs und sonstige musikalische Werke zu verstehen. Sie können mit Harmonien und Melodien umgehen und sich diese im Kopf vorstellen.

 

Deshalb muss sich Ihr Kind vor dem Schuleintritt für eine Instrumentengruppe entscheiden, die das Kind verpflichtend für 2 Schulstunden in der Woche besucht.

Pädagogisch hat dieses Konzept uns überzeugt, weil die Schüler lernen, sich zu konzentrieren, es fördert die Teamfähigkeit und die Kinder lernen Dinge, zu denen sie im Alltag auch einen praktischen Bezug haben.

 

Die fünf Klassen sind:

Streicherklasse

Bläserklasse

Gitarrenklasse

Keybordklasse

Perkussion und Orff-Klasse

 

Die jeweiligen Instrumente werden von der Schule den Schülern leihweise zur Verfügung gestellt.

 

Im 7. und 8. Schuljahr dürfen die Schüler freiwillig an einem Schulorchester teilnehmen, dass sich aus den Schülern des WPU Kurses „Aktives Musizieren“ des 9. und 10 Schuljahres zusammensetzt. So haben die Schüler die Möglichkeit ihr bereits erworbenes Wissen auf ihrem Instrument  zu erweitern.

J. Brechtel

 

ERREICHBARE ZIELE

Alle Schüler werden den Musikunterricht interessanter finden. Schon musizierende Kinder lernen ein neues Instrument und empfinden die Zeit des theoretischen Musikunterrichts nicht mehr als nutzlos. Alle Neumusiker lernen eine neue Sprache, die Sprache der Noten, kennen und hören. Sie werden diese Kenntnis für ihr ganzes Leben bewahren können, auch wenn sie sich nach zwei Jahren aktiven Musizierens gegen die weitere Ausübung entscheiden. Trotzdem werden sie immer mit dem Blick auf ein Notenblatt einen Klang im Kopf verbinden. So erzogene Menschen werden auch als Erwachsene nicht mehr davon ausgehen, kein Instrument lernen zu können. Sie tragen das Wissen in sich, dies schon einmal geschafft zu haben.

In allen Klassen wird der schon seit vielen Jahren untersuchte Vorteil von Musikklassen zu spüren sein. Die Schüler lernen nicht nur ein Instrument. Sie lernen auch aufeinander zu hören, Rücksicht zu nehmen, Teamgeist zu entwickeln, Vortragstechnik und Bühnenerfahrung, wenn es sein muss die „Instrumentale Stimme“ zu erheben und viele andere Fähigkeiten.

Die Erfolge des Musikunterrichtes werden also in allen anderen Fächern auch spürbar sein.

 


HBS LIVE 2015

Erstellt am Sonntag, 05. April 2015 17:28

 

Heinrich-Böll-Schule, die Schule mit dem etwas anderen Musikkonzept 

Vor drei Jahren ging es los. Der Förderverein kaufte von Sponsoren unterstützt Instrumente für alle Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufen.

Seitdem erleben die Schüler in der HBS einen aktiven Musikunterricht mit Orchesterinstrumenten. Vorbei die Zeit, in der die Notensprache nur theoretisch vermittelt wurde. Die Schüler können sich zu Beginn der fünften Klasse entscheiden, in welche der fünf Orchesterklassen sie sich einwählen. Zum Angebot stehen die Gitarrenklasse, die Keyboardklasse, die Bläserklasse, die Streicherklasse und die Percussionsklasse. In der gewählten Gruppe verbringen sie zwei Jahre lang ihren zweistündigen Musikunterricht und lernen dabei die Anfänge des Instrumentes. Sie lernen auch, sich gegenseitig zuzuhören, Gemeinschaftsgeist und Zusammenspiel. Dies sind die Grundlagen jeglicher Orchesterarbeit.

Die hörbaren Ergebnisse der letzten zwei Jahren zeigten die Schüler am Donnerstag, den 05.03.15 um 18.00 Uhr in der Aula der Heinrich-Böll-Schule beim jährlichen Konzert „HBS-Live“.

Acht Orchesterklassen traten nacheinander auf.

Zu Beginn waren die beiden Bläserklassen zu hören. Sie spielten Stücke wie „Old McDonald had a Band“ oder „Eye of the Tiger“. Für das Bläserklassenlieblingsstück „Hard Rock Blues“ taten sich die Schüler der fünften und sechsten Klasse zusammen.

Danach waren die beiden Gitarrenklassen dran. Sie glänzten mit „Wonderwall“ und „Wake me up“.

Von den beiden Percussiongruppen waren eigene Performances zu hören aber auch „Colonel Hathis Marsch“ mit Boomwhackers vorgetragen.

Zum Schluss zeigten die Streicher ihr Programm, das sie auch für den hessenweiten Musiktag „hessische Schulen musizieren“ in Zusammenarbeit mit weiteren Schulen in Rodgau und Dietzenbach vorbereitet hatten. Diese Gruppen präsentierten ihr Programm auswendig. Dies war besonders beeindruckend und zeigte die konzentrierte Arbeit, die dahintersteckte.

Den Schluss des Programms bildete ein gemeinsames Stück, das von Frau Ferrers für alle Gruppen arrangiert wurde: der „Rockin‘ Blues“. Auch die Musiklehrer griffen für diesen Abschluss zu ihren Instrumenten. Der Applaus der anwesenden Eltern forderte natürlich die Wiederholung dieses beeindruckenden Gemeinschaftsbeitrages von 150 Schülern und ihren Musiklehrerinnen.

Die ganze Veranstaltung wurde unterstützt von der Technik-AG und ihrem Lehrer Herrn Hillnhütter. So konnte das Konzert zu jeder Zeit im rechten Licht erstrahlen.

 

Angela Groh


Spende für die Streicherklasse

 

Erneut unterstützt die BBBank e.G. die Heinrich-Böll-Schule mit einer großzügigen Spende. Petra Mikosowski, Filialdirektorin der BBBank-Filiale Offenbach, überreichte dem Förderverein der HBS einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro aus Mitteln des Gewinnsparvereins Südwest e.V. zur Anschaffung von Musikinstrumenten.

Um zu zeigen, dass sich die „Investition“ lohnt, stellte die Streicherklasse gleich ihr Können unter Beweis. Die Fünftklässler beherrschen ihr selbst gewähltes Instrument mittlerweile richtig gut. Sue Ferrers, Leiterin der Streicherklasse, schaffte es, dass die Schüler bereits nach vier Wochen dem bis dahin fremden Instrument angenehme Töne entlocken konnten. So motiviert hat sich der Lernerfolg der jungen Streicher stetig gesteigert. Im Dezember geben sie schon ihr erstes Konzert.