Nachhaltigkeitsprojekte 2016


Neus von PAUL (Portable Aqua Unit for Livesaving)

Aufruf zu weiteren Spenden

 

Aktuell fehlen noch rund 200 Euro, damit die Heinrich-Böll-Schule PAUL Nr. 13 finanzieren kann. Angefangen hat die Sammelaktion am Welt-Wassertag 2013. Begeistert von der Tatsache, dass ein tragbarer Wasserfilter täglich ohne Strom oder Chemikalien Wasser für 400 Menschen filtern kann, sammelte die Energie-AG innerhalb der Schulgemeinde für ihren ersten PAUL. Mittlerweile sammelten die Schüler durch diverse Aktionen und Unterstützung aus der Öffentlichkeit Geld für insgesamt 12 PAULs. Sechs davon haben schon ihren festen Platz in Ghana gefunden. Ein PAUL ging unmittelbar nach der Taifun-Katastrophe auf den Philippinen nach Takloban. Die restlichen PAULs stehen auf „Abruf“. D.h. sie gehen entweder im „Handgepäck“ von Helfern nach Ghana oder in das nächste Krisengebiet.

Um die Produktion weiterer PAULs zu ermöglichen, sammeln die Schüler weiter. Das Spendenkonto mit der IBAN DE23 5085 2651 0055 1643 70 wird bei der Sparkasse Dieburg geführt und lautet „Petra Carbon – Spendenkonto PAUL“. Hier werden alle großen und kleinen Spenden gesammelt und sobald Geld für einen PAUL zusammen ist geht der Betrag sofort an die Uni Kassel, der Kinderstube PAULs.

Der Fachbereich Siedungswasserwirtschaft der Uni Kassel verschickte am 1. September 2010 die ersten fünf Wasserrucksäcke nach Pakistan. Um die schwere

Überschwemmungskatastrophe abzumildern folgten nochmals ca. 160 Stück. In den Jahren danach kamen bis heute 2.000 Wasserrucksäcke in über 60 Ländern zum Einsatz. Seit einiger Zeit wird PAUL in einer Sozialeinrichtung, den Kasseler Werkstätten, endmontiert.

Mittlerweile gibt es die fünfte Generation von PAULs. So wurde beispielsweise aktuell der obere Rand abgeflacht. Damit können durch die neue „Stapelfähigkeit“ auf einer Euro-Palette zwölf statt sechs PAULs transportiert werden.

Nach wie vor sind Naturkatastrophen der Anlass für den Einsatz von PAUL wie zum Beispiel 2015 nach dem schweren Erdbeben in Nepal oder der Überschwemmung in Myanmar. Zunehmend ist jedoch die Tendenz zu bemerken, dass der Wasserrucksack als Mittel zur Dauerversorgung angefragt und genutzt wird. Um PAUL auch in der Dauerversorgung technisch optimal zu nutzen und den Dauerbetrieb anwenderfreundlich zu gestalten, gibt es jetzt neben dem „PAUL – solo“ ein „PAUL-Paket“. Dabei kann mit Hilfe eines Rohwassertanks, eines Frischwassertanks und zwei Verschlussventilen Tag und Nacht ohne Aufsicht Wasser automatisch gefiltert werden.

Es gibt also viele gute Gründe für die HBS-Schüler weiterhin für PAULs und sein neues Zubehör zu sammeln.


„Plastik-Projekt“ der Heinrich-Böll-Schule erneut nominiert


Das „Plastik-Projekt“ der Klimabeauftragten der HBS gehört zu den zehn Finalisten um den Preis „Citoyenne 2016“, dem Preis für Umweltheldinnen und -helden. Die „Stiftung Citoyen“ würdigt mit diesem Preis das Engagement von Menschen, die sich kreativ und tatkräftig für den sorgsamen Umgang mit Natur und Umwelt einsetzen.

Insgesamt 45 Initiativen und Einzelpersonen hatten sich mit ihren Projekten beworben. Am 30. Mai 2016 werden in den Räumen der Bethmann Bank in Frankfurt die zehn nominierten Initiativen vorgestellt und die drei Sieger bekannt gegeben.

Im Februar war das Projekt der HBS-Schüler bereits auf europäischer Ebene nominiert: Aus allen eingereichten Projekten in der Kategorie Bildungseinrichtungen wurde „Plastik (-tüten) – der richtige Umgang macht den Unterschied“ ausgewählt, um die Bundesrepublik Deutschland beim EU-Award der EWAV (Europäische Woche der Abfallvermeidung) zu vertreten.

Das Engagement der Klimabeauftragten für ihr Plastikprojekt endet jedoch nicht mit den Nominierungen: Bereits am nächsten Samstag, 21. Mai 2016, haben sie alle Rodgauer Schüler und Schülerinnen zu einer Schülerkonferenz „Glücklich in Rodgau“ eingeladen. (Anmeldungen sind noch möglich unter presse@hbs-rodgau.de.) Und nur zwei Wochen später informieren sie am „Tag der Umwelt“ (5. Juni 2016) in Jügesheim mit Spielen, Experimenten und Wissenswertem über das Thema Kunststoffe. An diesem Tag wird auch die gemeinsam mit der Stadt Rodgau entwickelte „Rodgau Tasche“ präsentiert. Einer echten Alternative zur Einmal-Plastiktüte.