Erste Hilfe Kurs für Jahrgang 8 im Dezember 2015

 

Kein Bewusstsein? – Seitenlage!

Keine Atmung? – 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen im Wechsel!

Die Notrufnummer 112 sollte jeder kennen! Wie kann man aber noch mehr helfen?

Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs der Heinrich-Böll-Schule haben am Mittwoch, den 16. Dezember und Montag, den 21. Dezember 2015 einen freiwilligen Kurs in erster Hilfe belegt.

Drei Mitarbeiterinnen der Johanniter leiteten in den drei Klassen diese zwei besonderen Unterrichtstage. Die Wichtigkeit und Bedeutung eines solchen Kurses ist jedem Teilnehmer bewusst geworden, da jeder gerne erste Hilfe in Anspruch nimmt im eigenen Notfall und somit auch selbst in der Lage sein sollte erste Hilfe bei anderen zu leisten.

Die HBS Rodgau arbeitet seit vielen Jahren mit den Johannitern eng zusammen und kann daher immer wieder diese wertvollen Kurse für ihre Schülerinnen und Schüler anbieten.

Auch das Kollegium hat schon innerhalb dieser Kooperation gemeinsam einen Tag sein Wissen und Können in erster Hilfe auffrischen können. Ebenso gibt es seit einigen Jahren einen Schulsanitätsdienst in enger Zusammenarbeit mit den Johannitern.

Da eine der Mitarbeiterinnen der Johanniter privat sich für Flüchtlinge engagiert, hatte ihr die Klasse 8c am Ende des Kurses den Klassenfußball samt einer Luftpumpe für die Flüchtlingskinder übergeben. (Text: A.Winterhalder/ 22.12.2015)

 

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Die Johanniter gehören zur BAGEH (Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe), welche folgende gemeinsame Grundsätze zur Aus- und Fortbildung in Erster Hilfe hat: (Stand 13.12.2014)

 

Erste-Hilfe-Ausbildung; Lernziele und praktische Inhalte

Lehrgangsdauer: mindestens 9 Unterrichtseinheiten

Zielsetzung

Die Teilnehmer können grundsätzliche Maßnahmen bei Notfallsituationen nach anerkannten und geltenden Standards systematisch anwenden. Die Vermittlung erfolgt praxisnah und

kompetenzorientiert. Die Maßnahmen sollten im Gesamtablauf unter Einschluss der psychischen Betreuung der vom Notfall betroffenen Personen geübt werden.

 

Die Teilnehmer sollen

- eigene Sicherheit/eigenes Schutzverhalten; z.B. Absichern einer Unfallstelle vornehmen

können

- den Notruf absetzen können

- Rettung aus einem Gefahrenbereich inklusive Straßenverkehr kennen

- Maßnahmen zur psychischen Betreuung und zum Wärmeerhalt durchführen können

- die Wundversorgung mit vorhandenen Verbandmitteln durchführen und bei Besonderheiten

(Fremdkörper in Wunden, Nasenbluten, Amputationsverletzungen, Verbrennungen,

Verätzungen) die ggf. notwendigen ergänzenden Maßnahmen ergreifen können

- bedrohliche Blutungen erkennen und entsprechende Maßnahmen durchführen können

- Maßnahmen bei Knochenbrüchen und Gelenkverletzungen durchführen können

- die Kontrolle des Bewusstseins durchführen können und Gefahren der Bewusstlosigkeit kennen

- die Kontrolle der Atmung durchführen können und Gefahren bei Atemstillstand kennen

- die Seitenlage durchführen können

- die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen können

- den Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) kennen

- die Helmabnahme beim bewusstlosen Motorradfahrer kennen

- hirnbedingte Störungen erkennen und entsprechende Maßnahmen bei Schlaganfall und Krampfanfall durchführen können

- Atemstörungen erkennen und entsprechende Maßnahmen bei Atemwegsverlegungen und

Asthma bronchiale durchführen können

- kreislaufbedingte Störungen erkennen und entsprechende Maßnahmen bei Herzinfarkt und

Stromunfällen durchführen können

- Temperaturbedingte Störungen erkennen und versorgen können

- Vergiftungen erkennen und versorgen können

 

Praktische Inhalte

- Rettung aus dem Gefahrenbereich (Ausbilderdemonstration – AD*)

- Absetzen des Notrufes (im Rahmen eines Fallbeispiels)

- Maßnahmen zur psychischen Betreuung und des Wärmeerhalts (im Rahmen eines Fallbeispiels)

- Wundversorgung mit Verbandmitteln aus dem Verbandkasten durchführen (TÜ)

- Abdrücken am Oberarm (TÜ)

- Druckverband am Arm (TÜ)

- Maßnahmen zur Schockvorbeugung/-bekämpfung (im Rahmen eines Fallbeispiels)

− Ruhigstellung bei Knochenbrüchen und Gelenkverletzungen mit einfachen Hilfsmitteln (TÜ)

− Handhabung einer Kälte-Sofortkompresse (AD)

− Feststellen des Bewusstseins (TÜ)

− Feststellen der Atemfunktion (TÜ)

− stabile Seitenlage (TÜ)

− Wiederbelebung (TÜ)

− Einbindung des AED in den Ablauf der Wiederbelebung (AD)

− Abnehmen des Helmes durch zwei Helfer (AD)

− Lagerungsarten – atemerleichternde Lagerung, Oberkörperhochlagerung (TÜ)

− Entfernen von Fremdkörpern aus den Atemwegen (AD)


Erste-Hilfe-Kurs im Jahrgang 10 im Juli 2015

 

Das Schuljahr neigt sich dem Ende. Die Schüler und Schülerinnen des 10. Jahrgangs haben nun schon entschieden, ob sie in die Ausbildung gehen oder sich an einer weiterführenden Schule anmelden. Alle haben aber etwas gemeinsam – der baldige anstehende Führerschein. Hierzu benötigen sie natürlich die Bescheinigung eines Erste-Hilfe-Kurses.

Fleißig wurde sich angemeldet. Am 09. und 10. Juli saßen die Schüler und Schülerinnen gespannt in drei Kursen auf ihren Plätzen und informierten sich über Ersthilfe am Autounfallort, stabile Seitenlage, Atemkontrolle, Maßnahmen beim Herz-Kreislaufstillstand, aber auch über andere alltägliche Problematiken wie Insektenstiche, Brandwunden oder Erstickungsanfälle.

Natürlich folgt jeder Theorie auch die Praxis. In dem achtstündigen Kurs wurden alle, in Form von Fallbeispielen angeregt nachzudenken, wie sie im Ernstfall agieren würden. Insbesondere wurde hier die stabile Seitenlage mit Halsüberstreckung bei KlassenkameradInnen geübt. Kurzatmig wurden die Zehntklässler Innen als sie die Mund-zu- Mund-Beatmung mit Herzdruckmassage an Modellen der Johanniter erproben mussten. Sie schnitten Fingerkuppenpflaster und bandagierten ihre Mitschüler auf verschiedene Arten. Der Heimlich-Handgriff wurde schlussendlich auch mit Hilfe eines speziellen Rucksacks erlernt, dieser ist beim Verschlucken und Atemnot angebracht.

Am Ende des zweiten Tages erhielten die 10. Klässler nicht nur die Bescheinigung des Kurses, sondern auch viele lebenswichtige Tipps, die sie nicht nur für den Erwerb des Führerscheins benötigen.

Die Heinrich-Böll-Schule bedankt sich bei den Mitarbeitern der Johanniter und insbesondere bei Frau Bez, die alles koordiniert hat.

 

A. Staab