Zweites Jugendforum im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen 2015

 

„Lebensqualität – Glücklich in Hessen!?“

 

Zwei Schülerinnen der Heinrich-Böll-Schule bringen ihre Ideen für eine lebenswerte Zukunft ein

 

„Lebensqualität – Glücklich in Hessen!?“ lautete das Motto unter dem etwa 40 Jugendliche beim Jugendforum in Darmstadt diskutierten. Mit den drei Jugendforen in Kassel, Darmstadt und Fulda will die „Nachhaltigkeitsstrategie Hessen“ nach dem 2008 begründeten Jugendbeirat näher am Alltag junger Menschen in Hessen anzuknüpfen und Fragen aufzugreifen, die diese tatsächlich bewegen. Was bedeutet Glück und Lebensqualität konkret im Alltag von Jugendlichen? Was macht sie glücklich? Was heißt für sie Lebensqualität? Und ganz wichtig: Wie sieht das Hessen aus, in dem die jungen Menschen leben möchten und wie wollen sie sich dafür engagieren.

 

Von der Heinrich-Böll-Schule nahmen Rebecca Wittbold (5. Klasse) und Lena Gjorgjevska (6. Klasse) am Jugendforum in Darmstadt teil. Die beiden jüngsten Teilnehmerinnen der Veranstaltung kamen völlig begeistert und mit vielen Ideen in die Heinrich-Böll-Schule zurück. „Ich hab richtig viel dazugelernt. Es war interessant die Ideen von vielen Menschen für einen gemeinsamen Plan zu bündeln. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, wie ich Dinge gerne hätte. Aber jetzt gehört für mich auch immer die Frage dazu: Wie kann ich meine Idee umsetzten.“ So fasste Lena den Samstag zusammen. Und für Rebecca war es erstaunlich „wie viele Ideen der anderen Teilnehmer an unserer Schule bereits selbstverständlich sind und teilweise schon seit Jahren gelebt werden.“

 

Die Palette der diskutierten Themen beim Jugendforum reichte von Gesundheit und Bildung/Ausbildung über Familie/Freundschaft und friedliches Zusammenleben bis zu intakter Umwelt und Klimaschutz. Einige der dazu entwickelten Ideen sollen am nächsten Tag der Nachhaltigkeit, am 22. September 2016, aufgegriffen werden.

 

P. Carbon

 

Allerdings wollen die beiden Mädchen der HBS nicht so lange warten. Sie haben schon mit Schulleiterin Andrea Haus gesprochen, um mit den anderen Klimabeauftragten der HBS eine eigene Konferenz im Format eines Jugendforums zu gestalten, um danach die ganze Schulgemeinde zu fragen: „Glücklich in Hessen? Was können wir dafür tun?“

 

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie Hessen gibt es auch unter www.hessen-nachhaltig.de


Nachhaltigkeit:

Erste Klimabotschafter-Akademie an der Heinrich-Böll-Schule 2015

 

Selbst aktiv werden statt nur zu reden

 

 

 

 

 

 

Mittlerweile ist der Klimawandel für Jeden spürbar geworden. Und dass der Ausstoß von Kohlendioxid (CO²) die Atmosphäre weiter einheizt ist auch bekannt. Aber während die Erwachsenen nur reden oder, wie beispielsweise auf dem Hessischen Klimaempfang, von Zielen in 2050 reden, haben Schüler an der HBS gehandelt. Gemeinsam pflanzten 84 Kinder aus 11 Schulen auf dem Schulgelände der HBS acht Paletten Zier- und Nutzpflanzen. Direkt vor der Schule wurde ein kleiner Kirschbaum gepflanzt. Er soll im Laufe seines Lebens nicht nur tonnenweise CO² binden, sondern jeweils im Frühjahr auch an die Atomkatastrophe von Fukushima erinnern.

 

Die Idee eine Klimabotschafter-Akademie von „Plant fort he Planet“ nach Rodgau zu holen entstand kurz nach dem „2. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit“ im September. Die Klimabeauftragten der HBS hatten die ganze Schulgemeinde sowie das Rathaus und die Stadtwerke motiviert, einen Tag aufs Auto zu verzichten oder einen „CO²-Ausgleich“ zu zahlen. Durch diese Aktion konnten 250 Bäume durch „Plant for the Planet“ irgendwo auf der Welt gepflanzt werden. Die Organisation „Plant for the Planet“ entstand übrigens 2007 durch ein Schulreferat des damals neunjährige Felix Finkbeiner. Seine Idee: Kinder pflanzen in jedem Land der Erde eine Million Bäume. Mittlerweile wurden bereits über 14 Milliarden Bäume durch die Initiative gepflanzt.

 

Auch die Rodgauer Schüler und Schülerinnen haben weitere Pläne. Gestärkt durch viele Informationen zum Klimawandel und ein Rhetoriktraining präsentierten sie den zahlreich erschienen Eltern ihre Pläne. Ob weitere Baumpflanzaktionen, Verkauf der „Guten Schokolade“ von der Erlös ein Teil direkt an „Plants for the Planet“ geht, einem Theaterstück oder Gesprächen mit Bürgermeister Hoffmann – die Ideen sind so vielfältig wie die Schulen, die gemeinsam weiterarbeiten wollen.

 

Begleitet wurde die ganze Akademie in Rodgau übrigens von dem Dokumentarfilmer Marcos Negrao. Negrao filmt in 15 Ländern engagierte Jugendliche für den Dokumentarfilm „Child of nature“. Ab 2016 wird der Film auf Filmfestivals gezeigt, um auch andere Menschen zu einem aktiven Engagement für unsere Umwelt zu motivieren