Folgende Auszeichnungen hat die Heinrich-Böll-Schule Rodgau 2015 erhalten:

- Gesamtzertifikat "gesundheitsfördernde Schule"

- Auszeichnung MINT-freundliche Schule in Berlin

- Auszeichnung "Umweltfreundliche Schule"


Hessens Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel überreichte der Heinrich-Böll-Schule mit viel Lob das Gesamtzertifikat „gesundheitsfördernde Schule“

 

 

„Gesundheitsförderung ist nur dann dauerhaft wirksam, wenn alle an einem Strang ziehen, Betroffene zu Beteiligten werden und der gemeinsame Blick auf „Gesundheit“ von allen getragen wird. Das ist hier auf hervorragende Art und Weise gelungen“, so Staatsekretär Dr. Manuel Lösel.

 

Nur wenige Schulen erhielten bis jetzt das Gesamtzertifikat. Denn bevor eine Schule das Gesamtzertifikat beantragen kann, muss sie erst vier Teilzertifikate erreichen. Schulleiterin Andrea Haus erinnerte an diese vier Etappenziele: Im Juni 2009 erhielt die HBS das erste Teilzertifikat „Bewegung und Wahrnehmung“. Im Mai 2010 folgte „Sucht- und Gewaltprävention“ und im Frühjahr 2011 „Ernährung und Verbraucherbildung“. Das vierte Teilzertifikat, mit dem die Gesamtqualifizierung als „gesundheitsfördernde Schule“ erreicht ist, beschäftigte sich der „Gesundheit für Lehrerinnen und Lehrer“.

 

Dass sich eine Schule für dieses Modul entscheidet ist sehr selten. Dabei hat die ganze Schulgemeinde etwas davon. Denn wenn wer sich an seinem Arbeitsplatz angenommen und gut aufgehoben fühlt, ist motivierter und seltener krank. Wie zufrieden Schüler und Lehrer mit ihrer Schule sind belegt eine aktuelle Studie, die im Zuge der Doktorarbeit eines Absolventen der Uni Frankfurt zustande kam. 86 Prozent der Lehrer sind mit der HBS sehr zufrieden. 95 Prozent der Befragten finden, dass sich die Schulleitung für ein gesundheitsförderndes Klima engagiert. 100 Prozent sagen, es gebe immer ein offenes Ohr für Sorgen. Und 84 Prozent der Schüler fühlen sich durch Lehrer und Schulleitung gut unterstützt.

 

„Probleme habe die HBS indes bei der „Akzeptanz durch die Bevölkerung“, sagte die Schulleiterin. „Einleuchtende Erklärungen hierfür haben wir nicht.“ Dr. Peter Bieniußa, Leiter des Staatlichen Schulamts Offenbach, lieferte eine mögliche Erklärung. Die Schulwahl unterliege „Moden, auf die wir keinen Einfluss haben“. Die HBS müsse sich nicht verstecken. Im Gegenteil! „Sie haben ein einmaliges Profil unter allen Schulen im Landkreis“. Dr. Bieniußa lobte ausdrücklich das herausragende Förderprogramm. Der Unterricht orientiere sich eben nicht nur an „Eliten“, sondern jeder Schüler werde seinen Neigungen gemäß unterstützt. „Diese ganz ureigene Identität und Qualität kann keiner der HBS nehmen.“ Die überwiegende Zahl der Schüler und Schülerinnen erreicht übrigens am Ende ihrer Schulzeit an der HBS einen höheren Bildungsabschluss als bei Einstritt in die 5. Jahrgangsstufe prognostiziert wurde.

 

„Wissensvermittlung alleine verbessert nicht die Gesundheit unserer Kinder. Entscheidend ist vielmehr, dass das Umfeld der Schülerinnen und Schüler gesundheitsfreundlich gestaltet ist. Unterstützt durch eine exzellente Schulsozialarbeit und Kooperationen mit zahlreichen externen Organisationen und Verbänden ist die Heinrich-Böll-Schule von nun an Teil eines sehr wichtigen Netzwerkes hessischer Schulen“, betonte Lösel nochmals bevor er der mit Recht stolzen Schulleiterin Andrea Haus das Gesamtzertifikat überreichte. Für die anwesenden Klassensprechern Bälle hatte er außerdem Bälle für den Sport mitgebracht.


Ehrung von 31 »MINT-freundlichen Schulen« in Hessen

 

Die Heinrich-Böll-Schule wurde erneut für ihr herausragendes Engagement im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) von Klaus Beier (Kultusministerium Hessen), Matthias Rust (Geschäftsführer von SCHULEWIRTSCHAFT Hessen) und Thomas Sattelberger (MINT Zukunft schaffen) als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet.

 

Die Ehrung der Schulen in Hessen steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK).

 

Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative „MINT Zukunft schaffen“ betont: „Die ganze Schulgemeinschaft, ihre Lehrkräfte, Eltern, Schüler und Partnerunternehmen sind Herzstück vor dem Hintergrund, junge Menschen für berufliche MINT-Perspektiven zu gewinnen, ihre Potenziale zu wecken und ihnen ihre Aufstiegschancen aufzuzeigen – unabhängig von Herkunft und Geschlecht. Und hier werden wir auch mit allen Kräften schnellstens breitflächig an Bildungslösungen für unsere Flüchtlinge mitarbeiten. Heute jedoch freuen wir uns zunächst, dass nunmehr bereits knapp 1.100 Schulen in Deutschland den ›MINT-Weg‹ aktiv als ›MINT-freundliche Schule‹ gehen.“

 

Matthias Rust, Geschäftsführer von SCHULEWIRTSCHAFT Hessen, hält fest: "SCHULEWIRTSCHAFT Hessen begrüßt die Ehrung für Schulen, die einen MINT-Schwerpunkt setzen wollen. Erneut ist es gelungen, eine große Zahl namhafter Verbände, Organisationen, Unternehmen und Arbeitgeberverbände zu einer gemeinsamen Auszeichnung zu bringen. So wie es Schulen gibt, die einen Schwerpunkt für Sport oder Musik setzen, gibt es jetzt auch Schulen, die den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, MINT in besonderer Weise zu erfahren, und zwar in einer großen Breite. Mit großer Freude sehen wir, dass in Hessen 31 Schulen ausgezeichnet werden, davon 8 sogar bereits zum zweiten Mal. All diesen Schulen möchte ich meine herzlichen Glückwünsche übermitteln. Auch in den nächsten Jahren wünschen wir der Initiative und deren Partnern guten Erfolg."

 

Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Die Partner und somit diejenigen, die die Schulen ehren, sind: Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Rheinland-Pfalz; Cisco Systems; Deutsche Bahn, Deutsche Mathematiker-Vereinigung; Deutsche Telekom Stiftung; Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI); K+S Aktiengesellschaft; LEGO Education; technopedia; IHK Rheinhessen; IHK Kassel-Marburg; VDE/VDI; WRO World Robot Olympiad; Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V.

 

Kurzbeschreibung der Initiative: »MINT Zukunft schaffen« als wirtschaftsnahe Bildungsinitiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. »MINT Zukunft schaffen« wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will »MINT Zukunft schaffen« gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren.

 

Dr. Ellen Walther-Klaus

Geschäftsführerin »MINT Zukunft schaffen«


Heinrich-Böll-Schule offiziell als „Umweltschule“ ausgezeichnet

 

Kultusstaatsekretär Dr. Manuel Lösel und Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser zeichneten vergangene Woche in Hanau insgesamt 103 hessische Schulen als „Umweltschule“ aus. Aus dem Kreis Offenbach erhielt die Heinrich-Böll-Schule als einzige diese Auszeichnung. Das Projekt „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ ist eine gemeinsame Initiative des Hessischen Kultusministeriums und des Umweltministeriums. Ausgezeichnet werden Schulen für ihr besonderes Engagement im Bereich Umwelterziehung und ökologische Bildung.

 

„Die Zukunft gestalten lernen heißt, junge Menschen weltoffen auf die Herausforderungen des Lebens vorbereiten. Dazu gehören Empathie für Andere, Verantwortung für das eigene Leben übernehmen, globale Probleme verstehen und entsprechend zu handeln“ betonte Dr. Lösel in seiner Ansprache. Ziemlich anspruchsvolle Aufgaben für eine Schule. Aber an der Heinrich-Böll-Schule sind sie seit vielen Jahren bereits gelebter Alltag. Ob als Themen klassisch im Unterricht verankert oder in besonderen Arbeitsgemeinschaften, ökologische Bildung im Sinn von nachhaltigem Handeln ist überall vertreten. Neben der Auszeichnung als Umweltschule hat die HBS bereits zahlreiche andere Auszeichnungen und Preise für dieses Engagement erhalten.

 

„Mit den Umweltschulen können wir als Landesregierung junge Menschen dazu motivieren, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Die heute ausgezeichneten Schulen sind wichtige Lernorte für die Generationen, die in der Zukunft die Verantwortung übernehmen werden“ so Dr. Tappeser. Die HBS wird ihre Schüler und Schülerinnen auch künftig intensiv auf diese Aufgabe vorbereiten.