Varroabehandlung

Nachdem wir im August und September die Bienen gegen die Varroamilben behandelt und für den Winter eingefüttert hatten, konnten wir Ende Oktober feststellen, dass die Bienenstöcke bereits brutfrei waren. Deshalb konnten wir die Winterbehandlung vorziehen und schon jetzt am 06.11.2020 erste Erfolge sehen.

Auf den Bildern sieht man den Varroaeinschub, der direkt unter dem Bienenstock angebracht wird. Am Montag hatten wir die Bienen alle mit Oxalsäure eingesprüht. Dieses Mittel tötet die Milben ab. Sie halten sich nicht mehr an Bienen oder Waben fest und fallen durch den Bienenstock durch nach unten - direkt auf unseren Einschub. Wenn man nach ein paar Tagen den Einschub rauszieht, kann man kontrollieren, ob und wie viele Milben abgestorben sind.

Was ist eine Varroa-Milbe?

Die Varroamilbe ist ein Schädling, der die Honigbiene als Wirt benutzt und dabei stark schädigt. Da die Milben sich so rasant vermehren, können sie ruck zuck dafür sorgen, dass ein komplettes Bienenvolk stirbt.

Mittlerweile geht man davon aus, dass es in Deutschland kein Bienenvolk mehr gibt, das nicht von den Milben befallen ist, denn die Bienen treffen auf ihren Ausflügen aufeinander und verbreiten so die Milben unbeabsichtigt untereinander. Deshalb sollte man als Imker unbedingt im Herbst und Winter seine Völker gegen die Milben behandeln und im Frühling die Drohnenwaben schneiden. Denn die Drohnen haben die längste Entwicklungszeit. In ihrer Brutwabe vermehrt sich die Milbe besonders stark. Schneidet man sie raus und vernichtet sie, können sich die Milben wesentlich weniger stark vermehren.