Neues aus dem Schulgarten

Im Januar 2020 planten die Schulgarten- und Imker-AG den Schulgarten um ein Stück Brachland zu erweitern. Wir begannen mit dem Abbau einer Seite des Zauns, entfernten Gestrüpp, sägten Baumstümpfe ab und versuchten aus diesem Wildwuchs ein begehbares Stück Land zu schaffen. Das Vorhaben war groß, aber schon bald machte uns die Schulschließung aufgrund des Corona-Ausbruches einen Strich durch die Rechnung.

 

Die Maßnahmen der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Schulschließung hatten zur Folge, dass keine AGs fortgeführt werden konnten. Nichtsdestotrotz muss ein Garten gepflegt werden. Also arbeitete ich, Stefanie Czwalinna, Lehrerin und Schulgarten-AG-Leiterin, im ersten Lockdown weiter am Abbau des Zaunes, setzte Säulenobst, legte eine Rabatte im neuen Teil des Schulgartens, ein Kürbis-  sowie ein Gurkenbeet aus selbstgezogenem Samen an und kümmerte mich weiterhin um den Erhalt des Schulgartens. Katharina Dasbach-Hofmann, Lehrerin und Imker-AG-Leiterin, stellte ein Gartengerätehaus auf, umsorgte die Bienen und schleuderte den ersten Honig. Wir waren und sind allzeit beschäftigt.

 

Mittlerweile ist März, die Gartensaison hat bereits begonnen, die AGs finden immer noch nicht statt, aber die Pflanzen und Insekten sind bereits aus ihrem Winterschlaf erwacht und das bedeutet für einen Gärtner schon seit Wochen aktiv zu sein.

 

Da im Herbst und Winter viele Blätter und extrem viele Eicheln von den Bäumen im Schulgarten fielen, lag das Laub bergeweise auf Wegen und Beeten. Bei den kalten Temperaturen, die in diesem Winter herrschten, waren die Pflanzen unter den vielen Blättern geschützt, wodurch die ersten Pflanzen schon am Austreiben sind. Das alte, trockene Laub wird nun nicht länger als Wärmeschutz benötigt und auch die vielen Eicheln sollen im Schulgarten nicht Wurzeln ziehen. Viele Pflanzen mussten vor dem Austreiben rechtzeitig zurückgeschnitten werden.

Noch im sonnigen Februar sammelten meine Tochter und ich auf einem hiesigen Pferdehof mehrere Male Pferdeäpfel, um sie im Schulgarten als natürlichen Dünger auf den Hochbeeten zu verteilen.  Sämtliche Pflanzen sollten es uns danken und werden hoffentlich in diesem Jahr besonders gut wachsen und gedeihen.

Da auch schon die Bienen erwachten und fleißig die ersten Blüten suchten, erhielt die Rabatte Zuwachs von einigen Frühlingsblühern: Weidekätzchen, Traubenhyazinthen, Hornveilchen, sowie Heidekraut locken jetzt Bienen und Hummeln zum Festmahl.

Am 22. Februar bat ich Sören Buchheim von den Stadtwerken Rodgau um eine Ladung Erde für den Schulgarten, die seine Mitarbeiter prompt einen Tag später lieferten. Vielen herzlichen Dank an Herrn Buchheim! Durch die spontane, tatkräftige Unterstützung am selben Tag von Karsten Kockmann, Hausmeister der HBS, Felix Dieterle und Falko Schulze, Lehrer der HBS, verteilten wir vier gemeinsam den Berg Erde binnen kurzer Zeit auf die Hochbeete. Ein herzliches Dankeschön an euch drei, denn alleine hätte ich wahrscheinlich Tage dafür gebraucht.

Des Öfteren musste ich schon feststellen, dass die Arbeit im Schulgarten so viel leichter und schöner ist, mit der wöchentlichen Unterstützung meiner Schülerinnen und Schüler der Schulgarten-AG. So wie an diesem sonnigen Tag, als ich das Insektenhotel, das drei Schüler der 9. Klasse (Arda, Oskar und Gabriel) für ihre Projektprüfung im Dezember 2020 bauten und anschließend dem Schulgarten schenkten, anbringen wollte. Das Marienkäferhaus, das Melina Hermsen, Lehrerin der HBS dem Schulgarten schenkte erhielt seinen Platz an einem Baum. Ohne die Hilfe von Karsten Kockmann wäre das Anbringen für mich alleine unmöglich gewesen.

 

Ich vermisse euch Schülerinnen und Schüler der Schulgarten-AG! Die Unterhaltung während der Gartenarbeit, die Hilfe und der Spaß bei der Gartenarbeit, eure Ideen und Einfälle…