Freunde zu Gast

Gruppenbild zum Abschied

Deutsch-französische Völkerverständigung kann so einfach sein. Vor allem, wenn man Freunde besucht. Eine Woche lang besuchten 48 Schüler und Schülerinnen des „Collège Sainte Joseph“ aus Rodez (Südfrankreich) ihre „corres“ in der Heinrich-Böll-Schule und der Georg-Büchner-Schule.

Kennen gelernt hatten sich die Schüler bereits im Oktober in Rodez. Entsprechend groß war die Vorfreude auf beiden Seiten. Hautnah erlebten die jungen Franzosen das Alltagsleben in den Rodgauer Familien. Gemeinsam mit ihren deutschen Partnern besuchten sie den Unterricht, arbeiteten an einem Projekt und nahmen an Ausflügen teil.

Dabei standen die beiden ersten Tage ganz im Zeichen der Stadt Frankfurt. Nachdem die insgesamt 96 Schüler und Schülerinnen am Montagnachmittag den Flughafen im Bus besichtigt hatten, erkundeten sie am Dienstag Frankfurt zu Fuß. Das historische Frankfurt mit dem Römerberg und der Paulskirche oder ein fantastischer Blick vom Maintower auf das moderne Frankfurt mit dem Bankenviertel: Bei fantastischem Wetter zeigte sich die Metropole von ihren besten Seiten. Auch ein Besuch in der Explora, dem einzigen Frankfurter Museum in Privatbesitz, begeisterte die Schüler. Daher war es kein Wunder, dass mehr als 75 Prozent der Schüler bei der Frankfurt-Stadtrallye von 25 möglichen Punkten über 20 Punkte erreichten.

Ein weiterer Ausflug ging zu Point Alpha. In diesem Grenzmuseum wird die Teilung Deutschlands und die Entwicklung der Grenzanlagen im wahrsten Sinne „begreifbar“. Da man schon in Thüringen war, rundete ein Besuch im Bergwerk Merkers den Tag ab. „Ich war noch nie so tief unter der Erde. Und mit einem Auto unter der Erde zu fahren, das war richtig toll“, schilderte eine Französin ihre Eindrücke.

Das gemeinsame „Abschlussfest“, zu dem auch Bürgermeister Alois Schwab kam, fand in der Georg-Büchner-Schule statt. Beide Schulleiter, Winfried Döring (GBS) und Werner Thomin (HBS), sowie auch Jean-Pierre Andriot, der den Austausch von französischer Seite leitet, betonten die Bedeutung dieses Austausches. Ein Austausch, der durch die Freundschaft zwischen Jean-Pierre Andriot und Heinz Heiser aus der HBS entstand und nun schon seit 21 Jahren nicht nur Schüler beider Länder verbindet. Auch für die beteiligten Lehrer beider Schulen ist dieser Austausch etwas Besonders. Elf Lehrerinnen und Lehrer beider Rodgauer Schulen engagierten sich in diesem Jahr, um das Programm für alle Beteiligten zu ermöglichen.

Das Gruppenbild zeigt alle Teilnehmer des Schüleraustauschs beim Abschied an der Heinrich-Böll-Schule. Mit im Bild die betreuenden Lehrkräfte, von links Annie Augereau und Petra Carbon, von rechts Magali Crayssac, Brigitte Andrieu und Jean-Pierre Andriot