La vie en France

Gruppenbild"La vie en France" oder Alltag in Frankreich erlebten 15 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Böll-Schule für eine Woche in Rodez (Südfrankreich). Gemeinsam mit 26 Schülern der Georg-Büchner-Schule besuchten sie ihre Partner im Collège Saint Joseph - Sainte Genevieve.

Wochenlang hatten sie sich bereits intensiv auf den Austausch vorbereitet und mit ihren französischen Partner per Brief oder Email Kontakt aufgenommen. Trotzdem war es ein spannender Moment, als sich die deutschen und französischen Schüler am 25. September endlich nach 15 Stunden Busfahrt zum ersten Mal persönlich gegenüberstanden. Die Unterbringung erfolgte wie immer in den Familien der französischen Partner. Die Gäste verbrachten das ganze Wochenende mit ihren Gastgebern, wodurch die sprachliche Kommunikation intensiv gepflegt und das Leben in den französischen Familien hautnah erlebt wurde.

Vor dem Wochenende lag jedoch die erste Gruppenarbeit. Mit Hilfe eines bebilderten Arbeitsheftes und Erklärungen ihrer französischen Partner lernten die deutschen Schüler viel über Alltag und Bräuche im  französischen Südwesten. Außerdem gehörte auch der feierliche Empfang beim Bürgermeister von Rodez am ersten Vormittag zum Programm. Die Beachtung des Austausches durch die Politik - auch in Rodgau nimmt sich der Bürgermeister jedes Jahr Zeit für die französischen Gäste - spiegelt die Bedeutung des Austausches wieder.

In einer weiteren Projektarbeit ging es um Sprachvergleiche in Deutsch und Französisch. Hier wurde ebenfalls in den von Jean-Pierre Andriot, dem verantwortlichen Lehrer in Rodez, vorbereiteten Arbeitsheften gearbeitet. Außerdem besuchten die deutschen Schüler mit ihren Partnern den regulären Unterricht, inklusive der Kantine während der Mittagspause. Danach ergab sich eine lebhafte Diskussion über die beiden unterschiedlichen Schulsysteme.   

Neben der schulischen Arbeit unternahmen die Schüler auch gemeinsame Ausflüge. So führte eine Exkursion zur "Gouffre de Padirac", der größten Tropfsteinhöhle Frankreichs, und nach Rocamadour, einem wunderschönen mittelalterlichen Wallfahrtsstädtchen. Auf der  Fahrt nach Sète lernten die deutschen Schüler unterschiedliche Landschaften Südfrankreichs und einen typischen Mittelmeerhafen kennen. Die Fahrt führte außerdem über die  modernste Brücke Europas, die Talbrücke von Millau.

In diesem Jahr bekamen alle Beteiligten die Auswirkungen der Klimaveränderung zu spüren. Die geplante Kanufahrt war nicht möglich, weil sowohl der Lot als auch der Tarn, die zwei von Rodez aus gut erreichbaren Flüsse,  zu wenig Wasser führten: Es hatte seit Juni nicht mehr geregnet. Zum Glück war der Hochseilgarten "wasserunabhängig", damit sich die  Schüler unter Aufsicht von fachlich versiertem Aufsichtspersonal  und der Lehrer gemeinsam sportlich betätigen konnten.

Die betreuenden Lehrerinnen, Lydia Burk von der GBS sowie Petra Carbon und Anni Augerau von der HBS, sind sehr zufrieden mit dem Austausch. Die beteiligten Schüler haben Sprachhemmungen abgelegt und wenden die Fremdsprache selbstbewusster an. Auch interkulturelle Vorteile wurden abgebaut. Die meisten Schüler verabschiedeten sich tränenreich von ihren Gastfamilien in Frankreich und freuen sich auf den Rücktausch im Frühjahr im Rodgau.